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Alte Schule Anspach: Ganz schön was zu tun

Von In der Alten Schule Anspach sind Umbaumaßnahmen geplant. Einen neuen Aufzug gibt es bereits, jetzt geht es bald an die nächsten Arbeiten.
Der Baum links muss leider weg, wenn der Anbau, der links von der Terrasse entstehen soll, kommt. Der Baum links muss leider weg, wenn der Anbau, der links von der Terrasse entstehen soll, kommt.
Neu-Anspach. 

Eingebaut ist er schon, der neue Fahrstuhl in der Bildungsstätte Alte Schule Anspach (Basa). Jetzt ist die zuständige Firma nur noch damit beschäftigt, ein paar technische Arbeiten zu erledigen. 43 000 Euro hat der Aufzug gekostet, eine ganze Menge Geld, und deshalb sind Basa-Geschäftsführerin Bärbel Bimschas und ihr Vor-Vorgänger Heinz Hoffmann den beiden Spendern, die sich die Kosten geteilt und den Einbau möglich gemacht haben, sehr dankbar: der Hans-Magiera-Stiftung und der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse, zu der auch die Taunus Zeitung gehört.

Die alte Anlage war technisch überholt: Sie hat die Brandschutz-Bestimmungen nicht mehr erfüllt, sie war, was ihre Größe und Bedienbarkeit angeht, nicht behindertengerecht, und undicht war sie zudem. Bis zum ersten Stock ist die Alte Schule damit künftig auch für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, barrierefrei erreichbar, und das zeichnet sie gegenüber anderen vergleichbaren Einrichtungen aus. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Bimschas erleichtert.

Doch das ist noch lange nicht alles, was in der Alten Schule im Laufe der nächsten Wochen und Monate ansteht. Dr. Reiner Hartel, der vor Bimschas Geschäftsführer war, hat gleich mehrere Projekte geplant und einen Antrag auf Finanzierung beim zuständigen Ministerium gestellt. Rund 400 000 Euro sind veranschlagt, zwei Drittel davon übernehmen Land und Bund, den Rest muss die Basa selbst aufbringen beziehungsweise aus Spenden und Stiftungen erhalten – wie jetzt beim Aufzug. Unter www.basa.de ist deshalb auch ein Spendenbutton zu finden.

Rund 70 000 Euro wird ein 40 Quadratmeter großer Anbau kosten, der neben der Terrasse entstehen soll. Die Einrichtung benötigt zum einen Büroräume, zum anderen verspricht sie sich davon einen gewissen Lärmschutz. Schon häufiger hat es nämlich Beschwerden aus den benachbarten Mehrfamilienhäusern gegeben, wenn junge Leute spätabends draußen feiern. Im Spätsommer, wenn die Baugenehmigung da ist, sollen die Arbeiten beginnen.

Zudem ist geplant, das Dach zu erneuern und zu isolieren (150 000 Euro), den Hof zu pflastern, ein Bad für die Remise, wo das Qualifizierungsprojekt Sprungbrett untergebracht ist, einzubauen, die Terrasse zu erneuern und einen neuen Putz aufzubringen. „Bei einem so großen Haus sind viele Kleinigkeiten zu erledigen“, erklärt die Geschäftsführerin. Und bei einem so alten, muss in diesem Zusammenhang ergänzt werden, denn die ehemalige Schule wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut.

Heinz Hoffmann, der sich eigentlich schon vor zwei Jahren in den Ruhestand verabschiedet hatte, ist immer noch unterstützend für die Basa tätig. „Ich fühle mich in der Pflicht“, sagt der Mann, der mittlerweile den „vierten Bauabschnitt“, wie er es nennt, begleitet: den Ausbau des Hauptgebäudes zu Beginn der 80er Jahre, als die Basa dort einzog, den Umbau der Nebengebäude Mitte der 90er, die Sanierung des Anwesens im Jahr 2000 und die nun in diesem Jahr anstehenden Arbeiten. „Immerhin hast Du Übung“, sagt Bärbel Bimschas schmunzelnd zu Hoffmann. „Privat habe ich ja auch schon zwei Häuser gebaut“, erwidert dieser gelassen.

Im Moment ist es eher ruhig im Tagungshaus. Weil die Umbauarbeiten eigentlich schon längst begonnen haben sollten, waren Buchungen nicht angenommen worden. „Sonst ist das Haus sehr gut belegt“, sagt Hoffmann, und Bärbel Bimschas ergänzt: „Wir sind schon vorgebucht bis 2018.“ Vor allem Termine im Frühjahr und im Herbst seien begehrt.

Zu Gast sind vor allem Jugend-, Kinder- und Konfirmandengruppen, die dort Freizeiten verbringen. Aber auch für Seminare, beispielsweise von jungen Leuten, die ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, wird es gerne ausgewählt.

Das ganze Gebäude sei im Zuge der verschiedenen Baumaßnahmen zwar schicker geworden, erzählt Bimschas, es sei aber doch eher für Jugendliche und weniger für Erwachsene geeignet.

Es bietet Platz für bis zu 46 Personen. Zehn Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

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