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40 000 Besucher: „Die beste Usinger Kerb seit 25 Jahren“

Von Ganz Usingen stand von Freitag bis Montag im Zeichen der Laurentiuskerb. Zehntausende Menschen strömten in die Innenstadt, auf den Rummel, ins Festzelt und zur Land-Partie. Egal ob unter den Feiernden oder bei den Verantwortlichen: Überall gab’s nur zufriedene Gesichter.
Kerbevadder Heinz Dienstbach intoniert zusammen mit zehn Lokal- und Kreispolitikern den Usinger Kerbemarsch. Bilder > Foto: Pieren Kerbevadder Heinz Dienstbach intoniert zusammen mit zehn Lokal- und Kreispolitikern den Usinger Kerbemarsch.
Usingen. 

Am gestrigen Dienstag nach der Kerb setzte sich Usingens ’Kerbevadder’ erst einmal auf seinen Traktor, um abzuschalten. Am Vormittag tuckerte er hinaus zu seinem Wiesengrund im Usatal, um noch einmal Grummet – also grün Mahd – zu machen. Nach drei Tagen Kerb’ tut Abstand richtig gut.

Dass der letzte Grünschnitt in diesem Jahr wegen der Trockenheit bescheiden ausfällt, konnte Heinz Dienstbach verschmerzen. „Über das gesamte Wochenende waren bestimmt über 40 000 Besucher auf der Kerb“, sagte Dienstbach. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es schon einmal so voll war.“

Auch der Chef-Organisator der UTSG, Joachim Saltenberger pflegt seit Jahren am Montagabend ein ganz persönliches Ritual zum Kerb- Abschluss. Nach Einbruch der Dunkelheit entschwebte er dem Kerb-Rummel in luftige Höhen. In über 30 m Höhe saß er in der Gondel und blickte zufrieden hinab auf das Festzelt, in dem um 22 Uhr offizieller Zapfenstreich für eines der erfolgreichsten Volksfeste der vergangenen Jahrzehnte war.

„Ich kann meine Gefühlslage gar nicht beschreiben. Bei mir staut sich die Freude“, berichtet das UTSG-Urgestein glücklich und zufrieden im Gespräch mit dieser Zeitung. „Seit 1991, als ich Vorsitzender bei der UTSG wurde, habe ich noch nie so viele Besucher auf der Kerb erlebt, wie in diesem Jahr. Das gibt gewiss auch wirtschaftlich das beste Ergebnis seit 25 Jahren.“

Die 1600 Plätze im Festzelt reichten am Samstagabend hinten und vorne nicht aus. Mit allen stehenden, feiernden und tanzenden Besuchern schätzt Saltenberger die Besucherzahl auf fast 3000. „Auch beim Eröffnungskonzert mit den Rodgau Monotones war volles Haus“, so der ehemalige UTSG-Vorsitzende. „All unsere Arbeit hat sich gelohnt.“

Oldtimer-Busse gefragt

„Das neue Konzept, das die Stadt, der Hochtaunuskreis und das Amt für den ländlichen Raum vor acht Jahren begonnen hat, trägt heute erfolgreich Früchte“, sagt Dienstbach. Dennoch gab es auch während dieses Kerb-Wochenendes zahlreiche Konflikte, die nicht zwangsläufig den Verantwortlichen und Besuchern bekannt geworden sind (siehe Bericht auf Seite 15).

Nach vielen Rückmeldungen von Gästen ist der Kerbevadder überzeugt: „Die Menschen schätzen es, dass wir hinter der Tradition stehen und das Volksfest mit neuem Leben füllen“, so Dienstbach. „Der neue Kerbe-Mast wurde sehr positiv aufgenommen. Auch waren so viele Eltern mit ihren Kindern beim Laternen und Fackel-Umzug zum Fassanstich im Festzelt, wie seit Jahren nicht mehr.“

Auch der Hochtaunuskreis meldet erfreuliche Zahlen. „Die beiden Oldtimer-Busse, die der Verkehrsverband Hochtaunus anlässlich des Usinger Laurentiusmarktes im Usinger Land und im Pendelverkehr von Bad Homburg nach Usingen und zurück hat fahren lassen, sind gut angenommen worden“, so die Pressestelle des Hochtaunuskreises. „Der Erlös durch den Verkauf der Fahrkarten geht in Form eines Schecks über 1000 Euro an den ,Hilfsverein – Wir helfen Usinger Land e. V.‘“

Am Sonntag traten auch sportbegeisterte Usinger auf dem Süwag-Energie-Garten für einen guten Zweck kräftig in die Pedale. Auf zwei Fahrrädern und zwei Go-Karts „erstrampelten“ sie 435,94 Euro für den Verein „Lebenshilfe Hochtaunus“.

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