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Träume im Wipfel der Bäume

Ina Knobloch mag Menschen mit Faible für Umwelt und Natur wie Hannes Jaenicke (re.) und Zoodirektor Prof. Manfred Niekisch. Ina Knobloch mag Menschen mit Faible für Umwelt und Natur wie Hannes Jaenicke (re.) und Zoodirektor Prof. Manfred Niekisch.
Frankfurt. 

Sie ist preisgekrönte Filmemacherin, Schriftstellerin, promovierte Botanikerin und nun auch Besitzerin eines Baumhauses. Letzteres hängt nicht in den Kronen einer deutschen Eiche, sondern im Dschungel von Costa Rica – dazu gibt es eine Serie mit dem Titel „Wipfelglück“. Ina Knobloch , die über 100 Filme gedreht hat, arbeitet an einem Kinofilm zum Thema.

Mit von der Partie ist der Schauspieler, Umweltaktivist und Frankfurter Hannes Jaenicke . „Ich kenne ihn von hunderten von Umwelt-Akaktionen sowie von Festivals und Filmprojekten“, erzählt Knobloch. „Als die ersten Geschichten über die Baumhaus-Serie bekannt wurden, wollte er unbedingt zu Besuch kommen“, sagt sie, „er liebt Costa Rica, wie sich das Land für den Naturschutz engagiert, surft dort und liebt Baumhäuser.“ Er wolle endlich einmal in einem Baumhaus übernachten, das sei seine Kindheits-Sehnsucht. Vor Kurzem ist Jaenickes Buch „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche“ erschienen, dazu gibt er Lesungen. Zudem dreht er gerade einen Fernsehfilm für SAT1 in Stuttgart; weitere stehen an. Zudem ist sein Nashornfilm Ende des Jahres zu sehen.

„Als ich ihm von meinem Kinofilm-Projekt erzählte und fragte, ob er mitmachen wolle, sagte er sofort zu“, so Knobloch. Zusammen werden die beiden einiges unternehmen: „Wir werden Schildkröten retten, uns bei Tierauffangstationen engagieren, Bäume pflanzen und noch vieles mehr“, schildert sie ihr Vorhaben, das gut eine halbe Million Euro kosten wird. „Wir wollen Ende des Jahres, spätestens Anfang 2018 drehen. Der Film soll im Herbst 2018 fertig sein“, so Knobloch. Sie arbeitet bereits an einem Buch zum Film: „Es wird ein unterhaltendes Sachbuch, das weit über den Film hinausgeht und bei dem ich Details verständlich erkläre.“

Zunächst will sie sich dem Film widmen, um den Verleih kümmert sie sich später. „Wir wollen ihn zunächst auf Festivals zeigen“, erklärt sie. „Für die Kickstarter-Teilnehmer wird es eine exklusive Vorpremiere geben – wenn wir die Hürde schaffen. Das funktioniert nach dem Prinzip ,Alles oder nichts’. Aber ich denke, dass wir über die Festivals einen Verleih bekommen.“ Um den Film, den sie mit der Frankfurter Firma „Mapp Media“ produziert, zu finanzieren, beschreitet sie neue Wege und sammelt im Internet unter www.kickstarter.com/
projects/baumtraum/der-traum-vom-baumhaus-the-dream-of-a-treehouse?ref=creator_nav Geld dafür. Wer spendet, wird belohnt. Unter anderem mit zwei Übernachtungen all inclusive im Baumhaus. „Ich werde die Gäste umsorgen“, sagt Ina Knobloch. Sie weiß bereits, wann und wo die Premiere über die Bühne gehen wird. „Wir sprechen derzeit mit verschiedenen Frankfurter Kinos.“ Das Baumhaus sei noch lange nicht das Ende ihres Engagements in Costa Rica, erzählt sie. „Jetzt geht es um die Aktionen im Baumhaus und in der Region im Nordwesten von Costa Rica.“

Unter anderem kümmert sie sich um Klimatechnologien, arbeitet mit lokalen Organisationen zusammen und setzt sich dafür ein, Produkte zu fördern, die zwar vom Baum stammen, aber nicht dessen Holz betreffen. „Ich kümmere mich um heilende Essenzen und Düfte, habe ein eigenes Parfüm entwickelt.“ Da passt es, dass sie bereits zwei Bücher über den Parfümeur Giovanni Maria Farina geschrieben hat. Der dritte Band ist bereits in der Mache.

Bäume mochte Ina Knobloch schon als Kind. Und Costa Rica wurde vor 30 Jahren ihr „Lieblingsland“, nachdem sie im Jahr 1987 wegen eines Forschungsstipendiums das erste Mal dort war. Seither reiste sie unzählige Male dorthin. Und nun schuf sie ihr Baumhaus, das für sie ein „Gesamtkunstprojekt“ darstellt.

(es)
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