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Queen Elizabeth II. im Römer: Königlich speisen

Sie werden untertänigst, nein, sehnsüchtig erwartet und speisen mit mehr als hundert Gästen im prächtigen Kaisersaal im Römer: Königin Elizabeth II. und Gemahl Prinz Philip, der mit dem Finger deuten darf. Foto: Andy Rain (EPA) Sie werden untertänigst, nein, sehnsüchtig erwartet und speisen mit mehr als hundert Gästen im prächtigen Kaisersaal im Römer: Königin Elizabeth II. und Gemahl Prinz Philip, der mit dem Finger deuten darf.
Frankfurt. 

Karlheinz Voß ist mit allen protokollarischen Wassern gewaschen. Und so bereitet dem eloquenten Rathaus-Mitarbeiter der anstehende hohe Besuch von Queen Elizabeth II. und ihrem Gatten Philip , Duke of Edinburgh , keine schlaflosen Nächte. Auch wenn die Delegationsgäste, zu denen unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebenspartnerin Daniela Schadt sowie der britische Botschafter Sir Simon McDonald gehören, ebenfalls als durchaus hochkarätig bezeichnet werden dürfen. Doch die 120 Namen starke Liste derer, die übermorgen im Kaisersaal mit der Queen Tafelspitz zum Lunch speisen werden, ist nicht ohne und hätte manch jüngerem Kollegen sicher die Schweißperlen auf die Stirn getrieben.
 

Queen Elisabeth II und ihr Mann, Prinz Philip, kommen auf Besuch nach Frankfurt am Main.
Queen Elizabeth II in Frankfurt Hoher Besuch im Römer: die Queen in Frankfurt

Die britische Königin Elizabeth II. wird im Rahmen ihres offiziellen Staatsbesuchs am Donnerstag, 25. Juni 2015, nach Frankfurt kommen.

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Wer darf denn nun mit Großbritanniens Königin speisen? „Das Protokoll, der Ministerpräsident, Berlin und der Palast haben die Liste zusammengestellt“, sagt Dr. Willem-Alexander van’t Padje , bei der Hessischen Staatskanzlei für Ordensangelegenheiten zuständig. Voß präzisiert: „Es geht um einen Querschnitt der Gesellschaft.“

Alles läuft nach dem Motto: „Ein bisschen Bund, ein bisschen Hessen, und die Familie nicht vergessen“, scherzt van’t Padje. So kommt am Donnerstag zusammen, was zusammengehört – Bürgerliche und Adlige, Priester und Wirtschaftsvertreter, Kulturvertreter und Politiker. Neben Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gattin Ursula sowie Landgraf Donatus von Hessen und Gattin Floria sind das unter anderem Georg-Christian und Philip-André Zinn , die Söhne des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn sowie die früheren Ministerpräsidenten Hans Eichel (SPD) und Roland Koch (CDU) sowie der Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Walter Wallmann, Walter Wallmann junior (CDU). Zudem finden die Ehrenbürger der Stadt ein Plätzchen – Sylvia von Metzler vertritt ihren Mann Friedrich und kommt mit ihrem Sohn Franz . Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) war eingeladen, sagte aber ab. Seitens der Stadtpolitik speisen Kämmerer Uwe Becker (CDU), Stadtverordnetenvorsteher Stefan Siegler , Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) mit. Die Hessenpolitik vertreten unter anderem Lucia Puttrich (CDU), Axel Wintermeyer (CDU), Tarek Al-Wazir (Grüne) sowie SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel . Außerdem sitzen Frankfurts ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth , (CDU), ihr Vorgänger Andreas von Schoeler , der ehemalige Kulturpapst Hilmar Hoffmann (beide SPD) sowie der britische Honorarkonsul Andreas Fabritius mit seiner Frau Chiara Zilioli-Fabritius an einem der zwölf Tische.

Den Sport vertreten die Olympiamedaillengewinnerin Ann Kathrin Linsenhoff sowie der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann . Städel-Chef Max Hollein begleitet Mäzenin Dagmar Westberg . Eingeladen sind auch English-Theatre-Chef Daniel Nicolai und die Mäzene Karin und Carlo Giersch .

Die Glaubensrichtungen werden unter anderem von Karl Kardinal Lehmann , Kirchenpräsident Volker Jung , Stadtdekane Pfarrer Dr. Achim Knecht und Johannes Graf von und zu Eltz repräsentiert. Außerdem ist Salomon Korn dabei, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main sowie Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

„Ich bin nicht aufgeregt“, behauptet Karlheinz Voß. „Ich verspüre aber eine leichte Anspannung, die etwa vergleichbar ist mit der eines Schauspielers vor der Premiere eines neuen Theaterstückes.“ Und die Frage nach dem Dresscode des Königlichen beantwortet der Römer-Protokollchef so: „Es ist keine Abendveranstaltung, deshalb gibt es keinen Zwang zu Smoking oder bodenlangen Kleidern bei den Frauen. Dunkler Anzug und Kostüm sind angesagt.“

(es)
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