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Entscheidung begrüßt: Studenten sollen leerstehende Wohungen als Zwischennutzer beziehen

Studenten sollen leerstehende Wohnungen in Westhausen als Zwischennutzer beziehen, bis für die Gebäude ein Käufer gefunden ist. Der Ortsbeirat und die Bewohner begrüßen diese Entscheidung.
In solchen für Hausen typischen Häusern können nun auch vorübergehend Studenten wohnen – sonst stünden sie teils leer. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA In solchen für Hausen typischen Häusern können nun auch vorübergehend Studenten wohnen – sonst stünden sie teils leer.

Der Wohnraum in Frankfurt ist knapp, insbesondere Studenten leiden unter den explodierenden Mietpreisen in der Mainmetropole. Ein Heim finden können sie künftig auch in der Siedlung Westhausen – die Nassauische Heimstätte (NH) vermietet ihre dort leerstehenden Wohnungen (wir berichteten). „Ich kann mit vorstellen, dass es eine schöne Durchmischung wird: die alteingesessenen Westhausener und ein paar junge Studenten. Wir sind gespannt und freuen uns“, kommentiert das André Leitzbach, der seit seiner Geburt in der Siedlung wohnt und zudem als Fraktionsloser im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) sitzt.

Seit 2013 läuft die Mietprivatisierung in Westhausen. Von den 441 Gebäuden in der Siedlung gehören der Nassauischen Heimstätte 327 Reihenhäuser sowie neun Geschossbauten. Mietern oder deren engen Angehörigen werden die Häuser oder Wohnungen zum Kauf angeboten. 87 Mietparteien haben bislang davon Gebrauch gemacht und die Immobilie erworben. 33 leerstehende Häuser wurden in einem Bieterverfahren an Käufer veräußert, die zum Teil in der Siedlung groß geworden sind und nun zurückkehren möchten. 54 Reihenhäuser werden noch von je zwei Mietparteien bewohnt und nicht zum Kauf angeboten.

In den restlichen Häusern steht eine Wohnung leer, die jetzt eben an Studenten vermietet wird. Noch in diesem Jahr sollen die ersten einziehen, zwei Personen sich eine Wohnung teilen. „Diese Entscheidung ist nach unserer Ansicht nur der Hartnäckigkeit des Ortsbeirates und der Bürger zu verdanken“, lobt Hans-Jürgen Sasse, Fraktionsvorsitzender der SPD im Ortsbeirat 7.

Man freue sich über die Entscheidung, die aber schon längst hätte umgesetzt werden können. „Zudem ist sie gegenüber einer dauerhaften Neuvermietung auch nur die zweitbeste Lösung“, erklärt Sasse.

Mangelndes Interesse sei der Grund, warum die Reihenhäuser nicht wie geplant ausschließlich an Mieter verkauft wurden, sondern auch in den freien Verkauf gingen.

„Um hier bessere Preise erzielen zu können, wurde darauf spekuliert, dass auch benachbarte Wohnungen frei werden könnten. Dies hätte die Möglichkeit geboten zwei kleine Wohnungen als Gesamteinheit zu verkaufen“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

(jidi)
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