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Bürgerbewegung „Pulse of Europe“: „Pulse of Europe“ dankt den Niederländern

Von Mit 3000 Teilnehmern bei der Kundgebung gestern bleibt die Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ auf hohem Niveau. Und das, obwohl die Sorge um Europas Zukunft nach den Wahlen in Holland etwas geringer ist.
Joske Kruijssen aus Frankfurt dankt ihren niederländischen Landsleuten für das Wahlergebnis. Foto: Bernd Kammerer (.) Joske Kruijssen aus Frankfurt dankt ihren niederländischen Landsleuten für das Wahlergebnis.
Frankfurt. 

Europa-Fahnen, schottische Fähnchen und eine große niederländische Fahne sind bei „Pulse of Europe“ auf dem Goetheplatz geschwenkt worden. Die Veranstalter der pro-europäischen Demonstration waren überrascht: Fast so viele Teilnehmer wie in der Vorwoche waren gekommen. 3000 demonstrierten laut Polizei in Frankfurt für ein einiges Europa.

Triumph für EU-Freunde

In der Vorwoche waren es 3500 gewesen, bei deutlich besserem Wetter und direkt bevorstehenden Wahlen in den Niederlanden.

Deren Ausgang war ein Triumph für die Demonstranten, denn der Rechtspopulist Geert Wilders hatte es nur auf den zweiten Platz geschafft. „Viel schwächer, als erwartet“, wie William Lelieveldt sich freute. Der EZB-Banker aus Holland lebt seit 2008 in Frankfurt und war Gastredner auf der „Pulse“-Bühne auf dem Goetheplatz. „Ich bin froh, dass ich mich nicht schämen muss für die Niederlande“, sagte er unter dem Beifall der Zuhörer. „Die Wahlbeteiligung war sehr hoch. Da sind wir vielleicht ein Vorbild für Europa.“

„Pro Europe, against Nationalism“ stand auf einem Schild, das an einem Kinderwagen befestigt war, „Zusammen stark“ und „Gemeinsam in Vielfalt“. „Nederlands bedankt“ hatte sich Joske Kruijssen um den Hals gehängt, „Niederlande, danke“. „Ich lebe seit 1965 in Deutschland“, sagte sie, „bin Frankfurterin geworden. Ich bin froh, dass die Wahl so ausgegangen ist.“

Womöglich hat damit die „Pulse-of-Europe“-Bewegung etwas zu tun? Hansjörg Schmitt (44), einer der Initiatoren, erinnerte daran: „Wir haben 1,1 Millionen Besuche aus den Niederlanden in den sozialen Medien gehabt.“ Also durchaus ein Einfluss, den die junge, pro-europäische Bewegung ausgeübt haben könnte. „Lasst es uns in Frankreich und Deutschland machen wie die Niederländer!“, forderte er, den Rechten und den Anti-Europäern eine Abfuhr zu erteilen.

Bulgarien wählt auch

Dabei war von den anstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich fast keine Rede bei der Demo gestern. „Wo wird als nächstes gewählt?“, fragte Mitinitiator Daniel Röder von der Bühne herab das Publikum. „Frankreich“ riefen einige. „Richtig, Bulgarien“, so Röder. Seiner Ansicht nach muss Europa auch im Osten stark bleiben. „Wir dürfen nicht nur nach Westen schauen.“ Politiker wie Kaczynski und Orban bedrohten Europa ebenfalls, nicht nur Le Pen und Wilders. In Bulgarien wird am kommenden Sonntag gewählt.

„In den kommenden Wochen werden wir uns noch genug mit Frankreich befassen“, sagte Schmitt. Jetzt gelte es erstmal, sich über den Erfolg in Holland zu freuen.

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