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Sex-Angriffe an Goethe-Uni: Polizeigewerkschafter Wendt: „Lebenswirklichkeit hat Goethe-Uni eingeholt“

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt reagiert auf die Warnung vor sexuellen Angriffen auf dem Campus der Goethe-Uni mit spöttischer Kritik.
Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA
Frankfurt. 

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt reagiert auf die Warnung vor sexuellen Angriffen auf dem Campus der Goethe-Uni mit spöttischer Kritik.  „Jetzt hat die Lebenswirklichkeit die Uni eingeholt“, schreibt er auf seiner Facebook-Seite und erinnert an die umstrittene Absage seines zuwanderungskritischen Vortrags, den er an der Frankfurter Uni halten wollte.

Täter polizeilich bekannt Mehrere Dozenten hatten in einem offenen Brief gegen den für Ende Oktober geplanten Vortrag von Rainer Wendt an der Goethe-Uni protestiert. Er sollte über den „Polizeialltag in der Zuwanderungsgesellschaft“  sprechen, seine Kritiker warfen ihm Rassismus vor. Sie unterstellten Wendt unter anderem, für „Racial Profiling“ einzutreten, also für polizeiliche Kontrollen, die sich nach Hautfarbe und Herkunft der kontrollierten Personen richten, nicht nach verdächtigem Verhalten. Wendt wies dies zurück. Doch die Professorin, die Wendt eingeladen hatte, sagte die Veranstaltung aus Angst vor Protesten kurzfristig ab.

Uni-Präsidentin rät zur Vorsicht

Vergangenen Freitag verschickte Unipräsidentin Birgitta Wolff nun ein Warnschreiben an alle Studenten und Mitarbeiter der Hochschule. In den vergangenen Wochen sei es auf dem Campus Westend und in dessen unmittelbarem Umfeld zu mehreren sexuellen Angriffen auf Studentinnen gekommen, schreibt Wolff darin. „Der oder die Täter sind trotz polizeilicher Ermittlungen noch nicht gefasst. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie bitten, bei Aktivitäten rund um den Campus vor allem in den Abend- und Nachtstunden besondere Vorsicht walten zu lassen.“

Laut Polizei kam es seit Oktober zu mindestens drei Fällen sexueller Nötigung im Bereich der Siolistraße. Ein „orientalisch bis nordafrikanisch“ aussehender junger Mann mit starkem Akzent hätte Studentinnen dazu zwingen wollen, ihn mit der Hand zu befriedigen. In einem Fall sei ihm dies gelungen. Die Bild-Zeitung berichtet sogar über versuchte Vergewaltigung. Der Pressesprecher der Goethe-Uni nannte noch einen vierten Fall, bei dem das Opfer ins Krankenhaus gekommen sei. Die Polizei hat dies bisher nicht bestätigt.

Wendt fühlt sich bestätigt

Die mutmaßliche Herkunft des Triebtäters nimmt Wendt nun zum Anlass, gegen seine universitären Kritiker zu polemisieren: „Wenn jetzt das Augenmerk auf der Suche nach einen Nordafrikaner liegt, ist das kein Racial Profiling, nur damit das schon mal klar ist, liebe Professorinnen und Professoren!“, schreibt er auf Facebook. „Genau das hätte ich vortragen wollen, man wollte es nicht hören. Ich vertraue auf die Professionalität meiner Kolleginnen und Kollegen, die mit der Realität des Lebens umzugehen wissen, jedenfalls besser, als die Damen und Herren Unterzeichner des schäbigen Denunziantenbriefes über mich.“

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