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Volksfest Main Matsuri: Japanisches Volksfest feiert Premiere

Das erste japanische Volksfest Main Matsuri ist in vollem Gange. Noch bis einschließlich Sonntag präsentieren über 40 Künstler und exotische Aussteller ihr Heimatland auf dem Walther-von-Cronberg-Platz.
Haben ihren Spaß: Sayaka Hugot mit Tochter Eolia in traditioneller Tracht. Foto: Michael Faust Haben ihren Spaß: Sayaka Hugot mit Tochter Eolia in traditioneller Tracht.

Aufgeregt trippeln zierliche japanische Frauen in Kimonos und Holzsandalen über den Walther-von-Cronberg-Platz, vorbei an Sake-, Soja- und Sushiständen, während auf der großen Bühne Taro Nash den Schwerttanz Kanbu in schwarzem Dress aufführt. Neugierige Zuschauer schlendern an Manga-Autos, quietschbunten Kuscheltieren, die „Todsünden“ wie Gier, Neid, Hochmut, Wut und Völlerei repräsentieren, vorbei. Cosplayer, die mit pink oder blauen Perücken wie japanische Zeichentrickfiguren geschminkt und gekleidet sind, tragen Einhorn- oder Manga-Täschchen spazieren.

Status zählt nicht

Zum ersten Mal wird das Japan Festival Main Matsuri in Frankfurt gefeiert. Organisator Norman Seidel kommt in grauem Anzug, schwarzem Hemd und pink Sneakers. „In fünf Monaten haben wir das Fest auf die Beine gestellt. 42 Künstler haben wir direkt aus Japan geholt, davon allein 30 Stepptänzer“, sagt der Mann, der selbst die Kampfkunst Kendo beherrscht. Er erzählt, dass ihn seine vielen Besuche in Japan dazu inspiriert haben, dieses Fest ins Leben zu rufen. „Matsuri bedeutet auf Japanisch ’Fest’. Das Besondere daran ist, dass bei diesen traditionellen Sommerfesten der soziale Status vergessen wird. Alle essen, trinken und tanzen zusammen“, erklärt Setsuko Kawahara, die seit April die Generalkonsulin von Japan in Frankfurt ist. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Von Curry-Reis über Zuckerwatte, von feinen Sojasaucen bis Softeis aus Sojamilch, bis hin zu Ramen und Sushi reicht die Auswahl. Die Plätze an den Biertischen mit knallroten Lacktischdecken füllen sich. Junge Japaner, alt eingesessene Sachsenhäuser und aufgestylte Cosplayer erfrischen sich.

Über den Platz schallen Flötenklänge. Was klingt wie eine besondere Querflöte, sind japanische Flöten namens Shakuhachi und Shinobue. Der Spieler besitzt eine Shakuhachi, die auf 528 Hz gestimmt ist. Die Tonfrequenz soll heilende Wirkung haben.

Der Ton der Trommeln

Bis einschließlich Sonntag gibt es Live Japan-Rock, Taiko-Trommeln, Stepp- und Schwerttänze, traditionelle japanische Musik. Dazu machen Manga-Workshops, Kimono-Modenschau, Tee-Zeremonie und zwei Cosplay-Wettbewerbe, Sake-Verkostungen, Vorträge und Lesungen Appetit auf Japan. Auch eine Reise dorthin ist zu gewinnen. Die Fluggesellschaft ANA fliegt seit 25 Jahren zwischen Frankfurt und Japan und verteilt deshalb Luftballons mit Postkarten. Der, der am weitesten fliegt und gefunden wird, gewinnt. Sayaka Hugot ist mit ihrer Éolia (6) auf dem Fest. Seit 15 Jahren lebt sie in Frankfurt. „Ich bin überrascht, wie viele Deutsche sich für die japanische Kultur interessieren“, sagt sie. Éolia findet vor allem Manga-Figuren spannend. „Und japanische Crèpes, die mag ich am liebsten. Die gibt es hier auch.“

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