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Goldregen fürs neue Kinderzentrum

Von Nach zweijähriger Planungs- und Bauphase haben die Kinder jetzt ihr neues Kinderzentrum an der Henriette-Fürth-Straße in Besitz genommen – und dabei natürlich ganz genau dokumentiert, wie das alles entstanden ist.
Nicht nur drinnen ist das neue Kinderzentrum schmuck, sondern auch der Außenbereich sieht einladend aus. Bilder > Foto: Maik Reuß Nicht nur drinnen ist das neue Kinderzentrum schmuck, sondern auch der Außenbereich sieht einladend aus.
Goldstein. 

„Stein auf Stein wurde mit selbst angerührtem Mörtel das Haus neu aufgebaut“, heißt es im Fotobericht zum Neubau des Kinderzentrums an der Henriette-Fürth-Straße. Auch einen Namen für den Verantwortlichen haben die Jungen und Mädchen in ihrer Sprache bereits gefunden: „Der Mann ist ein Architekteur.“ Doch nach der langen Zeit des Wartens, Beobachtens und Forschens richten sich die Blicke der Kinder in der lichtdurchfluteten Eingangshalle des Kinderzentrums Richtung Himmel – denn nach zwei von ihnen gesungenen Liedern kommt von dort oben ein großer Goldregen.

Kaum war der Knall der Konfettikanone verhallt, da freuten sich auch die erwachsenen Gäste der Einweihungsfeier über den großen und hellen Neubau mit seperatem Mehrzweckraum und gemütlichem Elternzimmer. „Schön, dass wir so herzlich begrüßt werden, nachdem das über 50 Jahre alte Vorgängerhaus dem räumlichen Anforderungen nicht mehr entsprochen hat“, unterstrich Gabriele Bischoff, Betriebsleiterin der Kita Frankfurt. Das neue Kinderzentrum wurde unter der gemeinsamen Leitung der Wohnheim GmbH und der FAAG Technik Architekten Ingenieure für etwas mehr als 4 Millionen Euro in weiten Teilen aus Holz errichtet und verfügt auf 1100 Quadratmetern über vier Gruppenräume sowie sieben Sozial- und Mehrzweckräume.

105 Kinder

Derzeit kümmern sich 19 Mitarbeiter um das Wohl von 63 Kindergarten- und 42 Hortkindern. Sie teilen sich auf drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen zu je 21 Mädchen und Jungs auf. „Im alten Haus war ursprünglich ein reiner Kindergarten geplant. Doch in den 80er Jahren kamen Hortgruppen hinzu, so dass sogar ein Personalraum in einen Gruppenraum umgewandelt werden musste“, blickte Gabriele Bischoff zurück. Ab 2011 erfolgte die Planung für den Neubau, von März 2013 bis September 2014 schließlich die Auslagerung der Kinder in Container.

Doch die Forschergruppe, die aus Kindern im Vorschulalter besteht, ließ es sich nicht nehmen, den Fortgang der Bauarbeiten genau zu beobachten und zu dokumentieren – wenn sie dabei auch aus dem Architekten einen „Architekteur“ machten. „Damit gehen wir spielerisch um, erklären dann natürlich in unserer alltagsorientierten Sprachförderung die richtige Wortbildung“, erläuterte die Leiterin des Kinderzentrums Gerlinde Er Rezy und fasste die wesentlichen Kriterien der täglichen Gruppenarbeit zusammen: Mit dem richtigen Einsatz von Sprache, Mimik und Gestik soll den Kindern bei optimaler Förderung gleichzeitig eine emotionale Geborgenheit gegeben werden. So könnten die Gruppen auch inklusiv betreut werden, aktuell besuchen drei Kinder mit Behinderung die Kita.

Führung durchs Haus

„Mit materieller Armut in den Familien und der Auswirkung auf die Erziehung sind wir dabei ebenso konfrontiert wie mit Kindern, die eher zu sehr verwöhnt werden“, erklärte Er Rezy weiter. Wichtig sei es deshalb auch, für die Betreuungszeit im Kinderzentrum einen gemeinsamen Entwicklungsbericht zu erstellen, ein sogenanntes Portfolio, an dem die Kinder aktiv mitarbeiten können. Bei ihrer Hausführung zeigte die stellvertretende Leiterin Judith Schulze noch verschiedene Differenzierungsräume: Dazu gehören neben dem Forschungsraum und einem Raum zur Hausaufgabenbetreuung auch ein Tanzraum und ein Raum für verschiedene Rollenspiele oder Theater. „Dabei können Hort- und Kindergartengruppen die Räume abwechselnd nutzen oder sich mischen und Angebote auch gemeinsam wahrnehmen.“ Zur Sprachunterstützung gehört auch ein Leseangebot: Eine Seite Text pro Tag wird vorgelesen und besprochen.

Wichtig sind auch flexible Essenszeiten im Bistro und die tägliche Fitness – im Bewegungsraum ebenso wie auf dem großzügigen Gartengelände, wo zwei Kinder den Besuchern diszipliniert ihre Freiübungen vorturnten. Derweil sammelten im Foyer andere Altersgenossen begeistert die letzten Goldkonfetti auf – keine Frage, sie haben ihr neues Zuhause bereits angenommen.

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