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Wohnprojekte organisieren sich: Gemeinschaftlich wohnen am Hilgenfeld

Von Die Mitglieder der „Gruppe Metropol – Wohnen in Gemeinschaft“ wollen Menschen vereinen, die in gemeinschaftlichen Projekten ins Neubaugebiet Im Hilgenfeld ziehen wollen.
Bis zum Horizont erstreckt sich das Neubaugebiet neben dem bereits bestehenden Wohngebiet Im Hilgenfeld. Hierher wollen auch Norbert Müller, Dagmar Nord (Mitte) und Doris Perkewitz ziehen. Foto: Leonhard Hamerski Bis zum Horizont erstreckt sich das Neubaugebiet neben dem bereits bestehenden Wohngebiet Im Hilgenfeld. Hierher wollen auch Norbert Müller, Dagmar Nord (Mitte) und Doris Perkewitz ziehen.
Frankfurter Berg. 

Mehr als zehn Jahre alt ist der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, dass auf allen städtischen Liegenschaften beim Bau neuer Wohnungen 15 Prozent davon für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen reserviert sein sollen, sagt Dagmar Nord (62). Noch seien daraus wenige Wohnprojekte entstanden. „Im Neubaugebiet Hilgenfeld sollten daher die Gebäude für das gemeinschaftliche Wohnen als Erstes entstehen“, fordert das Mitglied der „Gruppe Metropol – Wohnen in Gemeinschaft“.

Etwa 20 bis 30 Wohnungen würde die Gruppe ihrer Internetseite zufolge gerne bald bauen, einige Mitglieder wollen ans Hilgenfeld ziehen. Etwa 130 Wohnungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte sollen dort entstehen. „Bei einem ersten Treffen gab es mehr Interessenten, als Wohnungen zur Verfügung stehen“, sagt Nord. Zurzeit versucht das Trio, möglichst viele Gruppen in der AG Hilgenfeld zu vereinen. „Um die Kräfte bei der Planung zu bündeln“, sagt Nords Mitstreiter, Norbert Müller (66).

Jung und Alt vereinen

Gemeinschaftliches Wohnen gebe es in verschiedenen Ausprägungen, erklärt Nord. Gemeinsam sei ihnen, dass es um mehr gehe, als nur zusammen zu wohnen. „Es lebt vom gemeinschaftlichen Miteinander, auf den Fluren, der Dachterrasse, den Gemeinschaftsräumen.“ Ein Beispiel sei das Cluster-Wohnen, bei dem jeder Bewohner ein Zimmer mit Kochgelegenheit und Duschbad habe. „Diese gruppieren sich um Gemeinschaftsräume, eine große Küche etwa, einen Fernsehraum, einen großen Wohnraum.“ Barrierefreiheit sei wichtig, sagt Doris Perlewitz (71). „Wir wollen auch junge Familie einbinden, etwa mit Kinderwagen. Und wir wollen Älteren auch mit Rollator ein Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen.“

Mit anderen zusammen möchte das Trio den Zuschlag für eine Wohngruppe im Hilgenfeld erhalten. Die städtische ABG Holding hat fast alle Grundstücke in dem Neubaugebiet gekauft – und soll nach dem Willen der Stadt auch die insgesamt 850 Wohnungen bauen. Nord, Perlewitz und Müller wünschen sich, dass die ABG interessierte Gruppen für gemeinschaftliches Wohnen früh in die Planung einbezieht – eben wegen der besonderen Raumvorstellungen der Projekte.

Mitten ins Zentrum

„Am liebsten wäre uns, wenn das gemeinschaftliche Wohnen in einem großen Carré im Zentrum des Baugebiets entstünde“, sagt Nord. Denn die Wohnprojekte organisieren immer Angebote für den Stadtteil, ein Stadtteilcafé oder Gemeinschafttreffs etwa, eine Werkstatt oder Ähnliches. „Das können sie besser, wenn sie an einem Ort sind.“ Das fördere auch die soziale Entwicklung des neuen Quartiers.

ABG-Geschäftsführer Junker hingegen hält es nicht für sinnvoll, das gemeinschaftliche Wohnen im Zentrum des Quartiers zu vereinen. „Wir setzen auf eine soziale Durchmischung und wollen die Gruppen lieber gleichmäßig verteilen.“ Dass an gemeinschaftlichem Wohnen interessierten Gruppen, die auch den Zuschlag fürs Hilgenfeld erhalten, in die Planung der Häuser eingebunden würden, sei hingegen selbstverständlich. Noch muss ein Bebauungsplan erstellt werden, der Baubeginn ist für 2020 geplant.

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