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Uni-Skandal: Forschungsgelder veruntreut: Seit einem Jahr wird ermittelt

Es geht um einen Millionenbetrag: Was ist mit den Forschungsmitteln passiert, die für die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim bestimmt waren, die diese aber offenbar nie erhalten hat? Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun schon beinahe ein Jahr.
Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim. Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim.
Frankfurt. 

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Untreueskandal um die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim, eine Tochtergesellschaft der Uniklinik, dauern an. „Wann es zu einem Verfahrensabschluss kommen wird, kann nicht prognostiziert werden“, erklärt die zuständige Oberstaatsanwältin, Nadja Niesen, auf Anfrage.

Wie berichtet ermitteln die Staatsanwälte gegen drei Beschuldigte. Der Vorwurf: Sie sollen Forschungsgelder in Millionenhöhe veruntreut haben, die für die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim bestimmt waren. Im Fokus der Ermittler steht dabei nicht irgendwer. Da ist der Vize-Fraktionschef der CDU im Hessischen Landtag und Friedrichsheim-Aufsichtsratsvorsitzende Walter Arnold. Er sitzt auch im Aufsichtsrat des Universitätsklinikums. Da ist der Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Josef Pfeilschifter. Und da ist die ehemalige Friedrichsheim-Geschäftsführerin Ines Manegold. Sie stehen im Verdacht, zwischen 2012 und 2014 Fördergelder, die für Friedrichsheim bestimmt waren, veruntreut zu haben. Was genau mit dem Geld geschehen ist, dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft bislang nicht öffentlich äußern.

Im März vergangenen Jahres hatten die Ermittler Dienst- und Privaträume der Beschuldigten durchsucht, außerdem das Dekanat und dabei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt.

Uniklinik und Goethe-Universität bestätigten damals in einer Pressemitteilung „polizeiliche Maßnahmen“ und teilten mit, es gehe um die „buchhalterische Behandlung von Forschungs- und Lehrmitteln“. Gleichzeitig versicherten sie, man werde die Behörden bei ihrer Ermittlungsarbeit „vollumfänglich“ unterstützen.

(stef )

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