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Königin Elizabeth II. in Frankfurt: Ein majestätischer Besuch

Der Besuch der englischen Königin verzückte nicht nur die Fans auf dem Römerberg. Auch Hessens Politiker waren sichtlich bewegt.
Bundespräsident Gauck weist der Queen den Weg von der Paulskirche zum Römer. Foto: imago stock&people (imago stock&people) Bundespräsident Gauck weist der Queen den Weg von der Paulskirche zum Römer.
Frankfurt. 

Dem Ministerpräsidenten und seiner Frau waren Stolz und Freude ins Gesicht geschrieben. Als sie vor der Paulskirche auf die Queen warteten, verrieten ihre Blicke die besondere Bedeutung, des Augenblickes: Die Königin von England würde jeden Moment vorfahren - in Begleitung von Prinz Philip.

Zwar hatten Volker und Ursula Bouffier das royale Paar schon am Flughafen begrüßt. Was nun folgen sollte, war aber doch außergewöhnlich ergreifend: „Das bleibt natürlich fürs Leben. (...) Sie ist eine faszinierende Persönlichkeit“, sagte Bouffier später im hr, nachdem er der britischen Monarchin dreimal die Hand schütteln konnte.

Die 89 Jahre alte Königin und der 94 Jahre alte Prinzgemahl wirkten heiter und gelassen. Vital und fröhlich absolvierten sie das straffe Besuchsprogramm in der Mainmetropole. Während sich die Königin stets konzentriert und höflich ihren Gesprächspartnern zuwandte, versprühte Prinz Philip ungemindert seinen humoristischen Charme.

Bilderstrecke Queen-Empfang: Frankfurt jubelt der englischen Königin zu
Tausende Menschen haben der englischen Königin auf dem Frankfurter Römerberg zugejubelt. In unserer Fotostrecke sehen Sie Bilder von einem roylen Augenblick.Mitglieder der englischsprachigen katholischen Gemeinde in Frankfurt singen "God save the Queen".Bei ihrem ersten Besuch in Frankfurt hat sich Queen Elizabeth II. am Donnerstag ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Danach . . .

Feldmann räumt Büro

 

Beim Gang von der Paulskirche zum Römer schürten die königlichen Besucher die Vorfreude auf ihren späteren Auftritt auf dem Rathaus-Balkon. Zunächst aber speisten sie hessische Köstlichkeiten. „Es freut mich, dass die Königin die regionale Küche nicht verschmäht“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Morgen vor der Ankunft der prominenten Gäste. Er hatte eigens sein Büro geräumt, um es der Königin als Rückzugsraum zur Verfügung zu stellen.

Ganze zehn Minuten hatte die Monarchin dann zwischen Paulskirchenbesuch und Mittagessen Zeit, sich dort ein wenig auszuruhen.

Feldmann war es wichtig „zu zeigen, dass Frankfurt nicht nur eine Bankenstadt ist, sondern auch eine historische Bedeutung hat“. Das gelang nicht nur durch den Besuch der Paulskirche; der Kaisersaal als Ort für das Mittagessen rundete das historische Bild perfekt ab.

Die Queen ist zum ersten Mal in Frankfurt: Zahlreiche Royalisten jubelten der englischen Monarchin in der Mainmetropole zu. Wir zeigen Bilder von den Royalisten.
Königin Elizabeth II. in Frankfurt Es war ein königliches Vergnügen

Frankfurt stand gestern kopf. Zum ersten Mal besuchte die britische Königin Elizabeth II. gemeinsam mit ihrem Gemahl die Mainmetropole. Zwar war die Queen nur für vier Stunden in der Stadt, und viele der 5500 Zuschauer bekamen sie gar nicht zu Gesicht. Doch das störte kaum jemanden. Die Königin hat die Herzen der Frankfurter im Sturm erobert.

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Staatstragend fiel dann auch die Tischrede von Ministerpräsident Bouffier (CDU) aus, in der er dem einstigen Kriegsgegner Großbritannien für seine Unterstützung bei der deutschen Wiedervereinigung dankte. Und Bouffier nutzte auch die Gelegenheit, die Wichtigkeit der Einheit Europas in Erinnerung zu rufen, an der im Heimatland der Königin viele Menschen Zweifel haben. „Das vereinte Europa ist nicht das Paradies, aber ich kenne keine Region der Welt, in der Frieden, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und auch Wohlstand in solcher Weise gewährleistet werden. Es ist deshalb mein besonderer Wunsch, dass das Vereinigte Königreich auch zukünftig als wichtiger (...) Partner in diesem vereinten Europa bleibt“, betonte der Ministerpräsident.

Als Tischnachbar der Königin hatte Bouffier anschließend beim Essen reichlich Gelegenheit mit der Monarchin zu plaudern. Ganz im Gegensatz zu den anderen circa 120 Gästen. Sie durften nicht von ihren Tischen aufstehen, und die Königin verzichtete diesmal auch darauf, die Gäste an den anderen Tischen zu begrüßen.

„Ich habe mit dem Rücken zu ihr gesessen“, erzählte beispielsweise Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. So habe er keine Gelegenheit gehabt, die Königin kennenzulernen. Er erlebte sie aber als „unaufgeregt“. Und das Essen sei „exzellent“ gewesen, berichtete Schäfer-Gümbel.

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Die Queen ist zum ersten Mal in Frankfurt: Zahlreiche Royalisten jubelten der englischen Monarchin in der Mainmetropole zu. Wir zeigen Bilder von den Royalisten.Die Gaga Ladies aus Darmstadt.Donald Berube aus Pfungstadt.

Hessens First Lady Ursula Bouffier, die gestern sehr elegant gekleidet war in einem weißen Kostüm mit lila Kopfschmuck, hatte beim Essen die Ehre, Prinz Philipp Gesellschaft zu leisten.

Durch besondere Eleganz fielen unterdessen nicht nur Ursula Bouffier und Daniela Schadt (auch in weiß) auf, sondern vor allem die Königin selbst. Trug sie am kühlen Vormittag noch einen blauen Mantel mit türkisfarbener Einfassung, enthüllte sie darunter später ein aquamarinblau-schimmerndes Kleid, das perfekt zu ihrem Hut mit Pfauenfeder passte.

Etwas enttäuschend fiel allerdings der Abschied der Queen aus: Nach zweiminütigem Winken vom Römer-Balkon, schritt sie über den roten Teppich zurück zu ihrem Range Rover mit Rechts-Steuerung. Auf das erhoffte Bad in der Menge verzichtete sie allerdings. Man wolle nicht riskieren, dass die betagte Monarchin auf dem Kopfsteinpflaster abseits des roten Teppichs stolpern könnte, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Als Elizabeth II: den festlich eingedeckten Kaisersaal betritt, brandet spontaner Applaus unter den geladenen Gästen auf.
Königin Elizabeth II. in Frankfurt Mit der Queen an einem Tisch

Auf dem Römerberg heißen Tausende die Queen willkommen, und auch im Rathaus sind die Menschen, die mit ihr im Kaisersaal speisen durften, begeistert.

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Das Glück der Fans

 

Die royalen Fans auf dem Römerberg waren trotzdem begeistert vom Besuch Ihrer Majestät. Die teils langen Anreisen, das stundenlange Warten und dann nur der kurze Blick auf die Queen – das verärgerte niemanden ernsthaft, egal ob jung oder alt. Einige Fans brachten gar Verständnis für sie auf. „Ich verstehe, dass sie sich nicht lange auf dem Römerbalkon gezeigt hat“, sagte etwa Barbara Schmidt. „Sie ist ja nun nicht mehr die Jüngste und hat sowohl in Berlin als auch hier in Frankfurt ganz schön anstrengende Tage mit viel Programm. Ich zumindest war von ihrem Auftritt begeistert.“ Da konnte ihr Anke Rudert nur zustimmen. „Es war kurz, aber schön“, sagte die Aschaffenburgerin, die viereinhalb Stunden auf dem Paulsplatz und dem Römerberg ausharrte, um die Queen zu sehen. „Die Aura Ihrer Majestät hat man bis zu uns nach unten auf den Römerberg gespürt. Es war aufregend, sie live zu sehen. Ein einmaliges Erlebnis, das man nicht alle Tage hat.“

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Die Queen ist da: Die englische Königin ist in Frankfurt gelandet. Die ganze Stadt befindet sich im Fieber. Wir zeigen Impressionen aus der Mainmetropole.Viele Royalisten warteten in der Stadt auf Queen Elizabeth.Die englische Königin landete am späten Vormittag auf dem Frankfurter Flughafen.
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