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Kommentar: Die Polizei alleine kann das Bahnhofsviertel nicht befrieden

Die Polizei hat in den vergangenen Monaten getan, was sie kann, um das Bahnhofsviertel zu befrieden. Aber das reicht nicht. Ein Kommentar von Christian Scheh.
Foto: dpa Foto: Boris Roessler (dpa) Foto: dpa

Das Frankfurter Polizeipräsidium und seine Besondere Aufbauorganisation (BAO) haben in den vergangenen Monaten Beachtliches geleistet. Obwohl viele verschiedene Akteure zum Kampf gegen die Drogendealerszene beigetragen haben, war der landespolizeiliche Beitrag zur Entschärfung der Situation mit Abstand der größte. Die 100 zusätzlichen Polizisten der BAO haben mit regelmäßigen Kontrollen und täterorientierten Ermittlungen dafür gesorgt, dass der Hauptbahnhof, seine B-Ebene und die umliegenden Straßen heute nicht mehr den Eindruck eines „rechtsfreien Raumes“ erwecken. Die Beamten haben getan, was in ihrer Macht steht – dafür gebührt ihnen Anerkennung und Dank.

Die Freude über die Erfolge der BAO ist aber von einer bitteren Erkenntnis getrübt: Selbst ein halbes Jahr intensiver Polizeiarbeit hat die Dealerszene im Bahnhofsviertel nicht nachhaltig erschüttern oder gar zerschlagen können. Auf den Straßen des Stadtteils wird weiter mit Crack und Cannabis gehandelt, zwar nicht mehr so zentral und offen wie zuvor, aber doch so, dass sich Anwohner und Geschäftsleute daran stören.

Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Außer der Polizei müssen jetzt auch alle anderen Akteure „Vollgas geben“: Die Justiz bei der Verfolgung und Bestrafung von Dealern, die Ausländerbehörde bei deren Abschiebung und die Drogenhilfe bei der Arbeit mit Konsumenten. Die Probleme im Viertel sind so komplex, dass die Polizei sie nicht allein lösen kann.

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