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Stadtentwicklung: Der Osthafen ist „nicht angreifbar“

Bis 2050 bleibt der Osthafen ein Hafen. Diese Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung hat Stadtrat Mike Josef (SPD) dieser Tage bei einem Treffen mit Gewerbetreibenden und Immobilieninvestoren bekräftigt. Aber schon jetzt siedeln sich viele hafenfremde Firmen dort an.
2016 sind am Osthafen mehr Container umgeschlagen worden als 2015. 2016 sind am Osthafen mehr Container umgeschlagen worden als 2015.
Frankfurt. 

Denken Stadtpolitiker an die Zukunft, haben sie besonders in Frankfurt so etwas wie die Quadratur des Kreises hinzukriegen – und dabei noch konkurrierende Interessen einer vitalen Stadtgesellschaft auszubalancieren. Einmal mehr wurde das beim Hafentag deutlich, zu dem die Anlieger einladen. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) war als Referent zu Gast und berichtete auf einer Schifffahrt mit der „Johann Wolfgang von Goethe“. Zum Beispiel, dass nach wie vor an dem Stadtentwicklungskonzept gearbeitet werde, um bis zum Jahr 2030 ausreichend Gewerbeflächen festzuschreiben.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen wies er darauf hin, dass Frankfurt nicht viel größer sei als Erfurt, aber mehr als die doppelte Zahl Einwohner habe. Die Stadt müsse für ihr rasantes Wachstum Flächen sowohl für Wohnungen, Schulen und Kindergärten wie auch für die Wirtschaft vorhalten. Zudem, sagte er, könne der Grüngürtel nicht angetastet werden, der immerhin ein Drittel der Stadtfläche ausmache. In einem neuen Masterplan Industrie seien als Perspektive 90 Hektar bis 140 Hektar ausgewiesen, was etwa 1,5 Prozent weitere Gewerbeflächen bedeute. Weitere 88 Hektar seien langfristig vorhanden.

Flächen sind begehrt

Der Osthafen, stellte der Planungsdezernent fest, sei für Frankfurt „unverzichtbar“. Ober- und Unterhafen seien bis 2050 nicht angreifbar – so hat es auch das Stadtparlament beschlossen. Als die „Johann Wolfgang von Goethe“ am Gutleuthafen vorbeifuhr, konnte Josef versichern, dass die dortigen Betriebe erst nach Ablauf ihrer Pacht- oder Mietverträge damit rechnen müssten, ihren Standort aufzugeben, da dort Wohnungen geplant seien. Einzig die Firma Sehring könne bleiben, da man für sie kaum einen anderen Standort finden könne.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Flächen im Osthafen für Investoren noch immer von größtem Interesse sind. Investor und Verwalter Michael Loulakis fragte Josef geradeheraus, ob denn auch nach 2050 nur hafenaffine Projekte bevorzugt würden oder auch andere eine Chance haben werden. Mit hörbarer Verärgerung in der Stimme verwies Josef darauf, dass doch bereits jetzt viele Gebäude dort gebaut wurden, deren Nutzung nichts mit dem Hafen an sich zu tun hätten. Damit spielte er darauf an, dass Groß und Partner damit begonnen haben die Baustelle für ihr zweites Bürogebäude Dock 2.0 einzurichten.

Für Firmen aller Art bauen

In den vergangenen Jahren hat sich die Frankfurter Hafengesellschaft (HFM) nur wenig um eine reine hafenaffine Nutzung ihrer Grundstücke gekümmert. Beispielsweise wurden die recht neuen, „Kontorhäuser“ genannten Bürobauten ausschließlich an anderweitige Mieter vergeben. Und wie zu hören war, will die HFM auch weiter auf ihren Grundstücken in der Lindleystraße für Firmen aller Art bauen lassen.

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