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Umweltfreundlich: Der Frankfurter Marathon wird jetzt noch grüner

Über 200 000 Euro haben die Organisatoren des Mainova Frankfurt Marathon bereits in Umweltschutz investiert. Trotz Aktionen wie einer nachhaltigen Energiegewinnung und T-Shirts aus recycelten Plastikflaschen soll die Massenveranstaltung noch umweltfreundlicher werden.
Marathonläufer durchqueren das Bankenviertel. Und können einfach nicht anders, als die Trinkbecher des Veranstalters während  des stundenlangen Laufs auf die Straße zu werfen. Foto: Arne Dedert (dpa) Marathonläufer durchqueren das Bankenviertel. Und können einfach nicht anders, als die Trinkbecher des Veranstalters während des stundenlangen Laufs auf die Straße zu werfen.

Was am Tag nach einem Marathon übrig bleibt – ist der Müll auf den Straßen. Tausende Menschen, die anreisen und versorgt werden müssen, hinterlassen wahre Plastikfluten. Allein 450 000 Trinkbecher werden beim Mainova Frankfurt Marathon Jahr für Jahr verbraucht.

Deswegen haben sich die Macher des Lauf-Events zum Ziel gesetzt, „grün“ zu werden. Seit 2005 stehen neben den sportlichen Höchstleistungen der Läufer auch die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund. „Das ist ein langwieriger Prozess, bei dem wir viele kleine Schritte gehen müssen“, sagte gestern Jo Schindler, Renndirektor des Marathons, bei der Pressekonferenz im Römer.

Bio-Äpfel und -Bananen

Konkreter „Auftakt“ ist die Verpflegung: Diesmal gibt es Bio-Äpfel aus der Region sowie Bio-Bananen (wenn auch aus weiter entfernten Ländern). „Die größte Umweltsünde waren jedoch wohl die Diesel-Aggregate zum Erhitzen des Duschwassers vor Ort“, erklärt Schindler. Inzwischen seien die mobilen Duschen an den Warmwasserkreislauf der Messe angeschlossen. Um die enormen Stromkosten dafür zu decken, nutzen die Veranstalter nicht nur das „Grünstrom“-Angebot der Messe, sondern haben sich zusätzlich am Kauf von Solarplatten beteiligt. Die Müllberge, die bei Großveranstaltungen diesen Ausmaßes zwangsläufig anfallen, werden diesmal im Nachhinein getrennt und wiederverwertet. Ein weiterer Punkt, bei dem der Schadstoffausstoß vermindert werden kann, ist die Anreise der Läufer. Schindler: „Um öffentliche Verkehrsmittel attraktiv zu machen, bekommt jeder Teilnehmer für den Veranstaltungstag ein RMV-Ticket geschenkt – und dieses Angebot wird genutzt. Etwa drei Viertel der Läufer reisen mit Bus und Bahn an“.

„2014 wurde der Frankfurt Marathon durch den ,Green Award‘ als umweltfreundlichster Marathon der Welt ausgezeichnet“, lobte Umweltdezernentin und Schirmherrin Rosemarie Heilig (Grüne). Sportdezernent Markus Frank (CDU) sagte indes: „Natürlich können andere Events lernen, wir dürfen den Veranstaltern aber keine Steine in den Weg legen“. Das Wichtigste sei, möglichst viele Menschen am Sport teilhaben zu lassen. Wenn es dabei gelinge ressourcenschonend zu handeln, sei das gut.

Werbung für die Umwelt

„Auf so einer großen Bühne für Nachhaltigkeit zu werben erreicht viele Menschen“, lobte Hans-Georg Dammert vom Umweltamt. Er sieht im Sport eine Chance für den Umweltschutz. Doch dem Engagement seien Grenzen gesetzt, so könne bei solchen Großveranstaltungen mit über 25 000 Menschen nicht auf Chemie-Toiletten und Trinkbecher verzichtet werden.

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