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Geschäftsleute auf der Einkaufsstraße haben Spendenboxen aufgestellt: Berger Straße hilft Leberecht

Von Geschäftsleute der unteren Berger Straße engagieren sich mit verschiedenen Aktionen für die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung und damit für behinderte und benachteiligte Kinder. Bis Weihnachten stehen in den teilnehmenden Läden zudem Spendendosen bereit. Schon kleine Beträge helfen.
Ursula Illert mit Ilyas (3), Maryam (4 ) und Rania (6) – die Schauspielerin liest beim Aktionstag für Leberecht den Kindern vor. Bilder > Foto: Holger Menzel Ursula Illert mit Ilyas (3), Maryam (4 ) und Rania (6) – die Schauspielerin liest beim Aktionstag für Leberecht den Kindern vor.
Frankfurt. 

Groß ist das Buch, das Ursula Illert aufschlägt wie eine kleine Schatzkiste. „Weihnachten mit Astrid Lindgren“ steht auf dem Einband. Erwartungsvoll blicken Ilyas (3), Maryam (4), Rania (6) und Asli (7) zu ihr. Die Knirpse haben sich eingehüllt in Decken, sitzen auf Bänken und wärmen sich mit Kinderpunsch. Illert, die von Beruf Schauspielerin und Sprecherin ist, beginnt vorzulesen. Der Titel: „Lotta kann fast alles“. Illert sitzt an einem Tisch, Kerzen spenden warmes Licht, es duftet nach frischgebackenem Kuchen – die Atmosphäre ist vorweihnachtlich.

Gabriele Rittig, Inhaberin des Ladens „Buch & Wein“ auf der Berger Straße 122 hat zu der Lesung eingeladen und dafür einen besonderen, ruhigen Ort ausgewählt – ein früheres Fotoatelier im gelben Hinterhaus. Sie und ihre Mitarbeiter haben den großen, mit Tageslicht durchflutenden Raum schön gestaltet, Tische und Sitzbänke aufgestellt. Es ist der ideale Ort für Lesungen, denn der Verkehrslärm von der Berger Straße ist hier nicht zu hören – eben eine Ruhe-Oase, weg von dem Trubel der weihnachtlichen Einkäufe.

Rittig ist vom Vorstand der „Interessengemeinschaft Untere Berger Straße“ (IGUB). Einige Mitglieder, allesamt Geschäftsleute, planen in der Adventszeit verschiedene Aktionen, die sie mit dem guten Zweck verbinden. Und der steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen der Leberecht-Stiftung.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten setzt sich die Stiftung ein für behinderte und benachteiligte Kinder. Statt Eintritt für die Lesung zu nehmen, bitten Rittig und ihr Team daher um eine kleine Spende für Leberecht. Im Laden hat sie eine Dose aufgestellt, in der das Geld gesammelt wird – über den Aktionstag hinaus bis Weihnachten, kann gespendet und damit die Arbeit der Stiftung unterstützt werden.

Geschichte aus Schweden

„Astrid Lindgren“, erzählt Illert den Kindern, „war eine schwedische Schriftstellerin.“ Von Lotta haben die Kinder noch nichts gehört, aber von Pippi Langstrumpf, der wohl bekanntesten Figur aus der Feder von Lindgren. Und natürlich spielt die Geschichte von Lotta auch in Schweden. Die Protagonistin lebt ebenfalls in einem gelben Haus. Das Mädchen hat einen Teddy, der eigentlich gar kein Teddy ist. Es ist ein Kuscheltier-Schweinchen, dem sie einfach nur den Namen Teddy gegeben hat. „Und Lotta kann gut pfeifen“, liest Illert vor. Eigentlich, so denkt das Mädchen, könne sie fast alles. Eigentlich. Und doch geht dann so manches schief, natürlich mit einem Happy End.

Ortswechsel. Kürschnermeister Hans Schwarz vom gleichnamigen Geschäft in der Berger Straße 61 engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Leberecht-Stiftung. Statt mit Kugeln, ist der Weihnachtsbaum im Schaufenster mit unterschiedlich farbigen Pelzbommeln aus verschiedenen Materialien geschmückt. Je nach Größe kosten diese zwischen 15 bis 20 Euro. Das Geld fließt eins zu eins in eine Spendenbox und die ist, obwohl die Aktion erst vor kurzem startete, schon gut gefüllt. „Während des gesamten Aktionszeitraums fertigen wir täglich neue Bommeln an“, schildert Schwarz.

Bozana Marelja und ihr Mann Damir beteiligen sich an der Spendenaktion. Sie hat schon eine Pelzbommel ausgewählt, ihr Mann zückt sein Portemonnaie und wirft den Betrag in die Box. „Die befestige ich an meiner Tasche“, verrät sie. „Den ersten Weihnachtsbaum mit Pelzbommeln, die zugunsten der Leberecht-Stiftung verkauft wurden, habe ich vor sechs Jahren aufgestellt“, sagt Hans Schwarz. Für ihn ist es wichtig, sich regional zu engagieren. „Mir geht es gut, ich möchte etwas zurückgeben. Bei der Leberecht-Stiftung weiß ich, dass das Geld zu einhundert Prozent dorthin kommt, wo es benötigt wird“, betont er.

Viele machen mit

Auch Thomas Schlepütz von der Weinhalle am Merianplatz 4 und Friedrich Schweiger, Inhaber des Cafés „Mint“ auf der Berger Straße 36, engagieren sich gerne für den guten Zweck, beide zum ersten Mal für die Leberecht-Stiftung. Passend zum Laden, gibt es bei Schlepütz Glühwein. Der Becher kostet 2,50 Euro, der Betrag geht komplett in die Spendendose, die im Geschäft aufgestellt ist. „Manche Kunden geben auch mehr“, sagt der Mitinhaber.

Bei Schweiger werden auf der beheizten Terrasse belgische Waffeln gemacht. Es duftet lecker. Das lockt Passanten. 50 Cent pro verkaufter Waffel kommen in die Spendendose, ebenso 50 Cent von jeden verkauften Glühwein und Kinderpunsch. Schweiger setzt nicht nur ein Zeichen für Kinder, sondern auch für die Umwelt. Bei ihm gibt es für zehn Euro Kaffeebecher „to go“, die immer wieder verwendet werden können. Schweiger sagt: „Wir finden es wichtig, uns zu engagieren, besonders für Kinder und die Umwelt. Das werden wir auch in Zukunft weitermachen.“

Bis Weihnachten können auch Sie noch Geld in die Boxen auf der Berger Straße werfen.

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