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Nach Prozessurteil: Ardi Goldman verkauft Anteile an seiner Hotelkette „25hours“

Investor Ardi Goldman musste diese Woche ein hartes Urteil im Prozess um die Cargo City Süd einstecken. Jetzt wurde bekannt, dass er Anteile seiner Hotelkette "25hours" an Mitgesellschafter abgibt.
Ardi Goldman im Prozess am 21. Juli. Foto: Bernd Kammerer Ardi Goldman im Prozess am 21. Juli.
Frankfurt.  In dieser Woche fiel das Urteil gegen den Investor Ardi Goldman – er soll wegen Korruption für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Goldman legte dagegen Rechtsmittel ein.

Nun wurde bekannt, dass er seine Anteile an der Design-Hotelkette „25hours“ abgibt. Die Hotelkette mit aktuell sieben Häusern war im Sommer 2015 von Goldman, dem Marketingspezialisten Christoph Hoffmann, dem Hotelberater Stephan Gerhard und dem Hamburger Hotelier Kai Hollmann gegründet worden.
Goldman wurde neben dem Gefängnis auch zur Zahlung von 14 Millionen Euro verurteilt. Die drei verbleibenden Mitgesellschafter der Kette werden nun Goldmans Anteile übernehmen.

Die Mitgesellschafter äußerten sich bedauernd zu diesem Schritt. „Wir kennen und schätzen Ardi Goldman seit vielen Jahren als kreativen Partner und guten Freund und bedauern die Situation wirklich sehr. Ardi Goldman hat maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte der 25hours Hotel Company. Als Ratgeber und Spirit für gute Geschichten und Einzigartigkeit wird Ardi uns weiterhin zur Verfügung stehen“, sagt Partner Christoph Hoffmann.

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Der Angeklagte Ardi Goldman verlässt nach der Urteilsverkündung im Schmiergeldprozess das Landgericht in Frankfurt.Im Bild: Ardi Goldman mit dem Vorsitzenden Richter Christopher Ehrhard. Während der Urteilsverkündung verlor Goldman offenbar die Nerven und schrie den Richter an.Goldman wirkte im Gerichtssaal sichtlich angeschlagen.

Goldman wurde verurteilt, da es das Gericht als erwiesen ansah, dass er Schmiergeld an einen Makler zahlte, um die Baurechte für einen 50-Millionen-Auftrag einer Frachthalle am Flughafen zu erlangen. „Die Beweislage ist aus unserer Sicht erdrückend“, hatte der Vorsitzende Richter Christopher Erhard zu seiner Urteilsverkündung gesagt. Goldman selbst beteuert, dass er unschuldig sei und legte gegen das Urteil am Donnerstag Revision ein. Sein in Immobilien investiertes Vermögen gab er vor Gericht mit „20 bis 25 Millionen Euro“ an. Seine ehemaligen Mitgesellschafter in der Hotelkette sprechen ihm Mut zu. „Wir drücken ihm beide Daumen, dass dieser Fall am Ende des Tages mit aller Gerechtigkeit geklärt sein wird“, sagen sie im Einklang.
 

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