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Erlös aus Flohmarkt: 11 000 Euro für Leberecht

Von Bei der 21. Auflage des Flohmarktes zugunsten der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben vor der Jahrhunderthalle Höchst kamen knapp 11 000 Euro zusammen. Der Betrag kommt behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugute.
Alles für den guten Zweck: Am Stand von Bärbel Haake (links) kaufte Gertrud Herbner Kleiderbügel. Alles für den guten Zweck: Am Stand von Bärbel Haake (links) kaufte Gertrud Herbner Kleiderbügel.
Höchst. 

An diesem Vormittag herrschen auf dem Flohmarkt vor der Jahrhunderthalle frühlingshafte Temperaturen, es ist mild, der leichte Regen, der noch in den frühen Morgenstunden sanft vom Himmel tröpfelte, hat sich mittlerweile wieder verzogen. Abgeschreckt hat er die Verkäufer und Besucher nicht. Auf drei Parkplätzen haben die Flohmarkthändler ihre Stände aufgebaut, unzählige Schnäppchenjäger schlängeln sich durch die Gänge.

Und das ist auch gut so, denn der Flohmarkt steht dieses Mal ganz im Zeichen der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben. Zum 21. Mal unterstützt Organisator Joachim Weiß die Leberecht-Stiftung, verzichtet hierfür zu diesem Anlass auf seine Einnahmen aus den Standgebühren, die eins zu eins für den guten Zweck zur Verfügung gestellt werden. Auch die Betreiber der Jahrhunderthalle mit ihrer Geschäftsführerin Uschi Ottersberg unterstützen die Aktion und verzichten auf eine Benutzungsgebühr für den Parkplatz.

Und so kommt es, dass nicht Weiß und seine Mitarbeiter, wie normalerweise üblich, die Gebühren kassieren, sondern Dirk Müller-Kästner, stellvertretender Leiter des Höchster Kreisblatts (HK), sowie Redakteur Holger Vonhof die Beträge einsammeln. Die beiden werden dabei vom Flohmarkt-Organisator und Mitarbeitern aus seinem Team begleitet. Weiß ist ein „alter Hase“ im Veranstalten von Flohmärkten. Ein neues Projekt hat er auch, denn am 15. November wird er erstmals einen Antikmarkt im Kasino der Jahrhunderthalle auf die Beine stellen.

Waltraud Birth und ihre Tochter Jessica freuen sich, dass ihre Standgebühr behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommt. Genau hierfür setzt sich die Leberecht-Stiftung nämlich seit mehr als 60 Jahren ein. Für die beiden Frauen, die aus Münster Altheim, unweit von Darmstadt mit dem Auto angereist sind, begann der Tag bereits sehr früh.

„Wir sind um 5 Uhr losgefahren und haben uns für diesen Markt entschieden, weil hier viele Leute herkommen“, erzählt Waltraud Birth, die die Leberecht-Stiftung bisher noch nicht kannte. „Wir haben unsere Keller und Schränke aussortiert.“ Mitgebracht haben die beiden unter anderem Glasvasen, Porzellan, Kleidung, Bücher und drei alte Zelluloidpüppchen, von denen zwei schnell einen Käufer finden. „Es macht Spaß und wir sind zufrieden. Es ist immer noch besser, die Sachen günstig herzugeben, als sie im Keller liegen zu lassen“, sagt Birth.

Am Stand von Bärbel Haake aus Sindlingen wurden die Gebühren bereits kassiert. Die Seniorin kennt die Leberecht-Stiftung und findet es gut, dass Flohmarkt-Organisator Weiß diese mit der Aktion unterstützt. „Ich mag diesen Flohmarkt, die Atmosphäre gefällt mir“, sagt sie. Als Rentnerin habe sie Zeit, sich mal hierher zu stellen. „Hier kommt man in Kontakt mit den Leuten. Das macht einfach Spaß“, sagt sie. Gertrud Herbner aus Eschersheim entdeckt unterdessen am Stand von Haake mehrere Kleiderbügel, die mit farbigem Kunstleder überzogen und mit Nieten besetzt sind. Die guten Stücke sind aus den 1970er Jahren. Bei einem Preis von zwei Euro für das Konvolut zögert Herbner nicht lange und zahlt. „Solche Bügel hatte meine Mama früher einmal, die sind leider nicht mehr da. Jetzt habe ich sie wieder“, freut sie sich.

Während Holger Vonhof und Dirk Müller-Kästner weiter durch die Reihen laufen und kassieren, drängeln sich zahlreiche Besucher am Stand der Leberecht-Stiftung. Dieser wurde vom HK-Team am angestammten Platz auf dem mittleren Parkplatz in der oberen Reihe bereits um 6 Uhr in der Früh aufgebaut. Angeboten wird ein Sammelsurium aus gespendeten Gegenständen, darunter zahlreiche Bücher, Spiele, Kinderkleidung, Modeschmuck, Schallplatten und CDs. Hier wacht HK-Redaktionsleiter Karl-Josef Schmidt über das Geschehen.

Viele Besucher, die dort an diesem Vormittag vorbeischauen, sind eigens gekommen, um die Leberecht-Stiftung mit einem Einkauf am Stand zu unterstützen. Wie auch Baldur Schweizer, der eine Leidenschaft für Musikkassetten, Schallplatten und CDs hegt. „Ich schaue immer am Leberecht-Stand vorbei“, sagt er.

Genauestens geht er einen Stapel CDs durch und wird fündig: „Die Elton John CD interessiert mich und diese hier auch. Da sind Songs von ganz verschiedenen Interpreten drauf, etwa von Peter Maffay und Bernd Clüver.“ Zwei Euro pro Stück sollen sie kosten. Schweizer zückt das Portemonnaie und zahlt. Gehandelt wird am Stand nicht, schließlich ist es für den guten Zweck. Gerade als er gehen möchte, entdeckt er einen weiteren Stapel, der ihn nochmals zum Verweilen bringt. So wie ihm geht es an diesem Vormittag vielen Besuchern am Stand.

Es ist ein erfolgreicher Tag, denn am Ende ist aus den Standgebühren und dem Verkauf am Stand eine Spendensumme von knapp 11 000 zugunsten der Leberecht-Stiftung zusammengekommen.

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