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Oscars so glatt

Die Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Branche ist alljährlich ein vieldiskutiertes Thema – sowohl im Vorfeld, wenn  die Nominierungen bekannt gegeben werden, als auch im Nachgang, wenn die eine oder andere Auszeichnung für reichlich Zündstoff sorgt.
Vor zwei Jahren sorgte etwa die niedrige Quote von Filmen unter Mitwirkung schwarzer Schauspieler/innen und Regisseur/innen unter dem Hashtag #OscarsSoWhite in den Sozialen Medien für einen Shitstorm, den die Academy so sicher nicht erwartet hatte.
Im vergangenen Jahr fiel der Academy der Mangel an weiblichen Nominierten – nämlich gerade einmal 20 Prozent –  mit dem leicht abgewandelten Hashtag #OscarsSoMale auf die Füße.

Und 2018? Bisher erstaunlich unspektakulär. Sowohl die Zeremonie als solche, als auch die Auszeichnungen sorgen im Nachgang für wenig Irritationen. Kein Debakel wie im vergangenen Jahr, als mit LA LA LAND (US 2016, R: Damien Chazelle) zunächst der falsche Film als „Best Picture“ ausgezeichnet wurde (MOONLIGHT, US 2016, R: Barry Jenkins, erhielt am Ende dann den Oscar® für das „Best Picture“). Natürlich ist der Sexismus-Skandal um Harvey Weinstein noch nicht vergessen. Eine Diskussion über Gleichstellung und –gleiche Bezahlung weiblicher Filmschaffender ist aber, abseits der Dankesrede von Francis McDormand nach ihrer Auszeichnung zur „Besten Hauptdarstellerin“? – , Fehlanzeige.

Erstaunlich glatt wirkt das alles. Aber wenn man genau hinschaut, finden sich doch einige Auszeichnungen, über die man zumindest sprechen sollte. Dass Jordan Peele mit dem Oscar® für das „Beste Originaldrehbuch“ für GET OUT (US 2017) geehrt wurde, der einzigartige Film aber in keiner der drei anderen Kategorien, für die er nominiert wurde, einen Award erhielt, kann man immerhin schade finde. Auch wenn wahrscheinlich niemand Gary Oldman die Auszeichnung zum „Besten Hauptdarsteller“ streitig machen wird, so muss man doch die außergewöhnliche Leistung des jungen Daniel Kaluuya in dem Genre-Film hervorheben. Bedauerlich ist dies auch im Fall von Timothée Chalamet, der in CALL ME BY YOUR NAME (IT/FR/US/BR 2017, R: Luca Guadagnino) eine ebenso bemerkenswerte Leistung ablieferte. Wurde im vergangenen Jahr mit Emma Stone zumindest bei den Frauen eine junge Schauspielerin geehrt, so standen bei der diesjährigen Verleihung mit Oldman und McDormand die „alten Hasen“ im Vordergrund. Ohne die Leistung der beiden schmälern zu wollen,ist es manchmal doch einfach schade, dass jeder Oscar® eben nur einmal verliehen werden kann.

. Und weiter geht’s im Kinojahr, das bestimmt auch in den kommenden Monaten wieder einige  Highlights zu bieten hat. Zum Beispiel auf den zahlreichen Filmfestivals, deren Saison gerade mit der Berlinale ins Rollen kam. goEast, das vom Deutschen Filminstitut veranstaltete  Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films, das in Wiesbaden, Frankfurt, Mainz, Gießen und Darmstadt vom 18. bis zum 24. April stattfinden wird, hatte sogar schon einmal einen späteren Oscar®-Gewinner im Rennen. Vor vier Jahren zeigte das Festival den polnischen Film IDA (PL/DK 2013, R: Pawel Pawlikowski),  ein Jahr später gewann der Film den begehrten Preis. Ende März wird das Programm bekannt gegeben. Vielleicht findet sich darin wieder ein Anwärter auf den Oscar®.

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